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Regelmäßig berichtet das Moma aus unseren Modellgärten. Hier das Thema der Sendung vom 08.06.2010:
Kräuter und Gemüse aus eigener Anzucht
Expertin vor Ort: Dorothée Waechter, Gärtnerin
Topfgemüse ist zurzeit sehr gefragt, weil viele gerne selber etwas ernten wollen. Es gibt zahlreiche Pflanzen und Samen, die sich besonders gut für die Topfkultur eignen.
Grillgemüse aus der eigenen Anzucht
Endlich Sommer, die Rosen blühen und man kann den Garten genießen. Wer aber nicht nur Blüten und die ruhige Atmosphäre auskosten will, sondern tatsächlich an frischem Gemüse und feinen Aromen Interesse hat, für den ist es noch nicht zu spät. Es gibt viele vorgezogene Gemüsepflanzen zu kaufen und außerdem eine ganze Reihe von schnell wachsenden Arten, wie Radieschen, Mangold und Salaten. Natürlich lässt sich alles im eigenen Garten anziehen. Wer Sorge hat, dass der Gartenboden mit Schadstoffen belastet ist, der wählt vorzugsweise die Variante im Hochbeet oder in großen Töpfen. Grundsätzlich sollte Gemüse ebenso wie die meisten Kräuter in der Sonne stehen, damit sie sich gut entwickeln. Gerade das klassische Grillgemüse – also Tomate, Paprika und Aubergine, werden bevorzugt in südlichen Gefilden angebaut, ebenso wie Rosmarin, Basilikum und Majoran. Beim Boden ist darauf zu achten, dass er humusreich ist. Mit Kompostgaben kann die Struktur von sandigen bzw. lehmigen Böden verbessert werden. So kann Wasser besser gehalten werden und gleichzeitig kommen Nährstoffe in den Garten.
Gemüse für Balkon und Terrasse
Man braucht keinen Garten, um Gemüse und Salat selber anzuziehen. Fruchtgemüse wie Paprika, Aubergine und Tomate finden in Töpfen auf der sonnigen Terrasse ebenso wie in einem Balkonkasten gute Bedingungen zum Wachsen. Wichtig ist, Sorten zu verwenden, die sich für die Topfkultur eignen. Diese sollten klein bleibend sein und kompakt wachsen. Zu empfehlen ist die Benutzung von Gemüsepflanzenerde, denn diese enthält bestimmte Nährstoffe, die die Fruchtbildung fördern und sie kann Wasser speichern. Salat wird in Kräutererde, die nicht zu viele Nährstoffe enthält, gepflanzt oder gesät. Ideal sind Pflücksalat, die man immer wieder beernten kann oder man sät Salatwiesen, die in jungem Zustand beerntet werden. Die Gesundheit der Pflanzen wird ausschließlich mit biologischen Stärkungsmitteln verbessert, damit die Nahrungsmittel schmackhaft sind und bedenkenlos verzehrt werden können. Schachtelhalmtee, Brennnesselbrühe und andere Kräuterauszüge verhindern Krankheiten und sorgen für ein kraftvolles Wachstum.
Kräuter in Garten und Topf
Für Kräuter geht die Zeit jetzt so richtig los, denn sie wachsen am besten, wenn es warm ist. Man unterscheidet zwischen den Klassikern der mediterranen Küche (glatte Petersilie, Basilikum, Rosmarin, Oregano, Salbei, Majoran und Thymian) und den typischen Kräutern des Bauerngartens (Petersilie, Dill, Schnittlauch, Pimpinelle, Borretsch, Estragon und Zitronenmelisse). Außerdem gibt es noch ein paar Raritäten für Neugierige, z.B. Olivenkraut, Wasserpfeffer, Wasabi und Salzkraut. Kräuter sollten immer in einen nährstoffarmen Boden gepflanzt werden. Er zeichnet sich dadurch aus, dass er locker und strukturstabil ist, so dass Wasser gut gespeichert werden kann. Nährstoffarm sollte das Substrat oder der Boden sein, damit sich die Pflanzen aromatisch entwickeln. Wachsen sie schnell durch viele Stickstoffgaben, haben sie nur wenig Geschmack. Kräuter sollten sich zunächst entwickeln können, bevor man gleichmäßig Blätter abzupft, damit die Pflanze weiter wachsen kann. Wer zahlreiche Kräuter im Garten hat, kann eine Mischung als Kräutersalat ernten.
Schnellwachsendes und Wärmeliebendes jetzt noch ausgesät
Für die Aussaat der meisten Pflanzen ist es jetzt schon etwas spät, aber zum einen gibt es Schnellentwickler wie Salat und Radieschen und zum anderen wachsen die Pflanzen besser in der frühsommerlichen Wärme. Jetzt ist die Zeit für Basilikum und Rauke, Koriander, Radieschen und Rettich. Sie werden entweder in Töpfen oder Kästen angezogen oder in Lücken im Garten gesät. Die Salatwiese mit Pflücksalaten wie Mesclun oder Baby-Leaf findet in einer Schale Platz, die vor Schnecken geschützt steht und immer gleichmäßig feucht gehalten wird.
Köstlich – aus der Gärtnerei in die Salatschüssel
Salat für den Direktverzehr oder Tomaten an der Pflanze kann man genießen, wenn diese als solche gekennzeichnet sind. Bei Kräutern sollte man gegebenenfalls darauf achten, dass die Pflanzen erst einmal durchtreiben. Das stellt sicher, dass die jungen Blätter frei von Schadstoffen und reich an Aroma sind.
Der grüne Hering und die Tomatenpflanze
Ein grüner Hering sorgt für eine gute Ernährung der Tomatenpflanze. Der Fisch wird in den Topf gelegt und mit Erde bedeckt. Bis die Wurzeln den Fisch erreichen, ist dieser verrottet und liefert den Tomaten jede Menge Kraft zum Wachsen.
Knoblauch selber ziehen
Das beste Mittel der Schädlingsabwehr ist Knoblauch. Stecken Sie einfach ein paar Zehen überall zwischen Rosen, Phlox und Schwertlilien, damit sich Knollen für den Winter entwickeln und gleichzeitig dafür sorgen, dass sich Läuse, Spinnmilben und andere Schädlinge fern halten.
Dieser Text informiert über den Servicebeitrag vom 08.06.2010. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.